Rechnet sich Solarstrom?

Oft wird in der letzten Zeit bei Beratungsgesprächen die Frage nach der Rentabilität der Photovoltaik gestellt: “Rechnet sich Solarstrom (überhaupt noch)?”
Hier können wir mit nüchternen Argumenten, ehrlichen Zahlen und allgemein bekannten Fakten die Argumentation führen.

Solarstrom muss (und soll) immer wieder die Konkurrenz zu anderen Energieträgern aufnehmen.

Kohle, so die weit verbreitete Ansicht, sei ja noch genug in unserem Land vorhanden. Außerdem würden so Arbeitsplätze gesichert. Und Strom aus der Verbrennung der Kohle sei doch recht günstig.
Stimmt, Kohlenstrom selbst ist günstig. Doch keiner spricht von den Milliarden Euro, die die deutsche Kohlenförderung jährlich subventionieren. Auf lange Sicht ist dies keine Lösung.

Atomstrom wird dann als “saubere” und kostengünstige Energie angeführt. Doch wer bezahlt letztendlich die Einrichtung der Zwischen- und Endlagerstätten, die Absicherung der Transporte durch Tausende Polizisten. Ganz zu Schweigen von der Gefahr, die von den immer älter werdenden Atomkraftwerken ausgeht? Diese Kosten bleiben allein am Staat hängen, kein Energiekonzern, der billigen Strom produzierte und große Gewinne einstrich, beteiligt sich daran.

Photovoltaik, also “Solarstrom” wird oftmals als “staatlich subventioniert” bezeichnet. Allerdings wird die Einspeisevergütung auf alle Stromkunden gleichermaßen verteilt – durch die EEG-Umlage, die jeder auf seiner eigenen Stromrechnung findet. Durch diese Methode tragen alle ein wenig zur Förderung der Erneuerbaren Energien bei. Die Einspeisevergütung wurde als Marktanreizinstrument eingeführt, um die entwicklung der Photovoltaikindustrie voranzubringen und damit die Preise zu senken – und wurde zum vollen Erfolg.
Dass Solarstrom aber auch ohne EEG-Umlage konkurrenzfähig ist bzw. wird, zeigt die Grafik am Ende des Artikels. Denn der Eigenverbrauch der erzeugten Energie ist auf jeden Fall eine lukrative Variante.
Solarstrom rechnet sich doch!

Einspeisevergütung PV sinkt - Strompreis steigt

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